Besonders spirituelle Bräuche für den Sommer, die du leicht durchführen kannst

Wir profitieren ja mittlerweile schon seit Wochen von dem tollen Wetter, da können alle neidisch werden, die weit weg in den Urlaub gefahren sind. Auch die kleinen Sommergewitter können nichts dagegen tun, dieser Sommer ist wirklich beeindruckend. Durch das schöne Wetter und die Sonne steigern sich unsere Glücksgefühle und du merkst bestimmt auch, wie schön das Leben plötzlich ist. Gerade die lauen Sommerabende sind ideal, um die starken Energien der Natur einzufangen und sich mit der Mutter Erde zu verbinden. Ich habe euch einige Rituale und Bräuche gesammelt, damit ihr euch spirituell erden könnt, wieder zu euch findet und die Energie der Natur in euer Leben lasst.

Midsommar

Das Mittsommerfest ist neben Weihnachten das wichtigste Fest in Schweden und ist sehr beliebt. Es fällt jeweils auf den Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni. Man tanzt mit Freunden um den Maibaum und feiert das Leben, die Sonne und den Sommer. Die warme Jahreszeit steht für die Fruchtbarkeit und die Liebe, sodass die Feier oft bis spät in die Nacht geht. Dazu gehören Blumenkränze, Cider und leckeres Essen.


Eine Tradition, die besonders bei Midsommar sehr beliebt ist und die du als Brauch für mehr Liebe und Fruchtbarkeit nutzen kannst, ist besonders schön. Wenn du Single bist, sammel sieben verschiedene Wildblumen und legen sie am Abend vor Midsommar unter dein Kopfkissen. Wichtig ist, dass du während des Pflückens nicht redest, sondern alles still erledigst. Im Traum wird dir dein zukünftiger Ehemann erscheinen. Dieses Ritual für die Liebe bringt dir Klarheit in deinem Leben und hilft dir, deiner wahren Liebe näherzukommen. Die Wildblumen findest du ganz leicht am Straßenrand, achte nur darauf, dass du nicht allergisch reagierst…

Johannisfest

Als Erinnerung an Johannis den Täufer feiern die Menschen am 24. Juni in Nordeuropa ein Fest des Feuers. Auch in Deutschland war dieser Brauch mal weiter verbreitet, als er heute ist, aber warum ändern wir das nicht? An einem Lagerfeuer sitzen, gemeinsam etwas erleben, sich unterhalten und in dem besonderen Licht um das Feuer tanzen und sogar über die Flammen springen. All das bringt dir Glück für die nächsten Monate und vertreibt die bösen Geister. Der 24. Juni hat neben seinem christlichen Ursprung auch noch Wurzeln in heidnischen Bräuchen und somit ist es vollkommen egal, an was du glaubst. Spirituelle Energie fließt durch dich und alles Negative wird von dir genommen. Das beste ist, dass du einen Abend mit Freunden verbringst und ihr alle die Nacht gestärkt und gereinigt beendet.

Lagerfeuer für Sommerrituale
In Spanien wird das Johannisfest besonders in den Küstenregionen in Verbindung zum Meer gefeiert. Die spirituelle Energie sammelt sich auch durch Lagerfeuer und das gemeinsame Singen und Tanzen. Um Mitternacht springen die Menschen dann ins Meer über die Wellen. Wenn du also an einem Fluss oder am Meer wohnst, kannst du hiermit die Energie noch verstärken. Du begrüßt die Sonnenwende und befreist dich von negativen Einflüssen.

Siebenschläfertag

Wahrscheinlich kennst du den Namen von einer Bauernregel her, wenn es am Siebenschläfertag regnet, regnet es die nächsten sieben Wochen. Das gleiche gilt, wenn am 27. Juni die Sonne scheint. „Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.“ Diese Bauernregel stammt aus der Zeit, in der es noch keine genauen Wettervorhersagen gab und die Menschen sich auf ihre Beobachtungen verlassen mussten.

Was aber oft vergessen wird, ist der Ursprung des Namens „Siebenschläfer“. Es hat nichts mit dem Tier zu tun, sondern mit sieben Brüdern, die im Jahr 251 vor dem Kaiser Decius fliehen mussten. Serapion, Martinianus, Dionysius, Constantinus, Maximus und Malchus waren gläubige Christen und litten unter der kaiserlichen Verfolgung. Sie flohen in eine Höhle, in die sie von ihren Verfolgern eingemauert wurden. Erst nach fast 200 Jahren wurden sie wieder ausgegraben. Das war am 27. Juni 446 und sie waren nicht tot, sondern erwachten aus ihrem langen Schlaf. Die Siebenschläfer von Ephesus sind ein Zeugnis an den Glauben, an Wunder und das Unmögliche. Sie sind die Heiligen der Schiffer, für dich können sie aber wirksam bei Schlaflosigkeit oder Fieber sein. Hier bieten sich abendliche Rituale an, die deinen Schlaf verbessern und deine innere Ruhe stärken.

Liste schreibenUm den 27. Juni ist in diesem Jahr Vollmond, sodass du hier besonders viel Energie herausziehen kannst. Mache dir eine Übersicht, warum du oft nicht schlafen kannst und was dich davon abhält zur Ruhe zu kommen. Welche Gedanken halten dich wach und wie reagiert dein Körper? Schreibe dir die Punkte auf und trage sie einen Tag mit dir, in der Hosentasche oder Handtasche. Abends, wenn der Mond gut sichtbar ist, streichst du jeden einzelnen Punkt auf der Liste durch und verabschiedest dich von ihm mit den Worten: „Für dich ist kein Platz mehr in meinem Leben“. Danach verbrennst du das Papier.

Sommertraditionen in der Natur

Neben den Festen und Bräuchen, die sich auf bestimmte Daten beziehen ist der Sommer natürlich ideal, um in der Natur zu sein und die Pflanzen um uns herum besser kennenzulernen. Ich habe früher oft Holunderblütensirup selbst gemacht und es erinnert mich immer noch sehr an meine Kindheit. Wir verbrachten den ganzen Tag draußen und suchten gemeinsam mit meinen Eltern Holunderbüsche. Besonders der Juni eignet sich dafür und die Büsche sind sehr verbreitet. Das Sirup ist das ganze Jahr über haltbar und kann für so viele frische Getränke verwendet werden. Beim Sammeln ist man der Natur sehr nah und sieht die Wunder des Sommers. Das Rezept findet ihr überall, am Ende ist es nicht aufwendig und sehr ergiebig.

Holunderblütensirup herstellen

Genauso wie das Sammeln von Holunderblüten kann ich den Besuch von Erntehöfen empfehlen. Dort kann man selbst gegen einen kleinen Betrag Früchte und Obst sammeln gehen, zum Beispiel Erdbeeren oder Himbeeren und ich habe auch schon Felder mit Blumen zum freien Schneiden gesehen. Die Zeit, die wir investieren, um die Erdbeeren zu ernten ist Zeit, die wir in uns investieren. Unser Wohlbefinden, unsere eigene Mitte und unser spiritueller Geist profitieren von dieser Handlung. Und bei den sommerlichen Temperaturen kann man eigentlich nicht widerstehen und sich am Ende auf das süße Obst freuen.

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